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Forschung: Denkmalpflegepläne

Der § 25 des nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetzes gibt den Städten und Gemeinden die Aufgabe, für ihr Gemeinde-
gebiet Denkmalpflegepläne aufzustellen. Diese Denkmalpflege-
pläne verstehen sich als denkmalpflegerischer Fachbeitrag zur Stadtentwicklungsplanung. So geben das Gesetz bzw. die Kommentare drei inhaltliche Schwerpunkte vor:

  1. Bestandsaufnahme und Analyse des Stadtgebietes unter siedlungsge-schichtlichen Gesichtspunkten
  2. Darstellung der schützens- bzw. erhaltenswerten Objekte und Siedlungs¬strukturen
  3. Planungs- und Handlungskonzept

Die Bestandsaufnahme baut auf den Denkmallisten der Gemein-
den auf, kann aber insbesondere auch zusätzlich „erhaltenswerte Objekte“ benennen. Diese Objekte erhalten keinen rechtlichen Schutzstatus. Durch ihre Erfassung und Darstellung zeichnen sich jedoch die historischen Ortsbereiche ab, die je nach Umfang der erhalten gebliebenen Substanz gegebenenfalls auch zur Ausweisung als Denkmalbereich empfohlen werden können.

Der Denkmalpflegeplan kann durch entsprechende Aufarbeit-
ungen besondere Aspekte der Stadtgeschichte darstellen, soweit sie als denkmalpflegerischer Belang bei der Stadtplanung zu berücksichtigen sind. So gilt regelmäßig ein besonderer Augen-
merk der Entwicklung der historischen Kulturlandschaft sowie der Bedeutung von Verkehr, Handel, Gewerbe und Industrie.

Als Fachplan zur Stadtentwicklungsplanung erhält ein Denkmal-
Pflegeplan keine Rechtskraft. Er gibt vielmehr Empfehlung und entwirft Leitlinien. Es hat sich jedoch als sinnvoll erwiesen, dass die Stadträte über die Inhalte des Denkmalpflegeplans formal beschließen. So entfaltet der Denkmalpflegeplan eine Binnen-
wirkung für Rat und Verwaltung.